
Das Pentagon, Südwestansicht mit dem Potomac River und
Washington Monument im Hintergrund
Das „Pentagon“ bezeichnet häufig nicht nur das Gebäude selbst, sondern wird vielmehr auch als Synonym für das US-Verteidigungsministerium verwendet. Am 5. Oktober 1992 wurde das Pentagon zu einem nationalen Bauwerk von historischer Bedeutung und somit automatisch auch in das nationale Verzeichnis historischer Stätten aufgenommen
Geschichte
Baugeschichte
1941 litt das seinerzeit 23.000 Mitarbeiter umfassende Kriegsministerium unter akuter Platznot und war zudem auf 17 verschiedene Gebäude verteilt. Im Juli desselben Jahres ersuchte Brigadegeneral Brehon B. Sommervell darum, diese Probleme durch einen Neubau zu lösen, der ursprünglich nur als Übergangslösung gedacht war.
Der US-Kongress hatte aufgrund der zu erwartenden hohen Baukosten zunächst Bedenken, gab jedoch am 14. August 1941 angesichts der Kriegssituation in Europa grünes Licht für den Bau und stellte die nötigen Mittel bereit. Für den drohenden Fall des Kriegseintritts der USA sollte das Verteidigungsministerium einsetzbar sein.
Ursprünglich sollte das Gebäude an einem anderen Standort entstehen. Das vorgesehene Bauland war unter dem Namen Arlington Farms bekannt und wurde durch fünf Straßen eingerahmt, was die charakteristische Form des Gebäudes vorgab. Präsident Franklin Delano Roosevelt fürchtete jedoch, der riesige Bürokomplex könne die Sicht vom Nationalfriedhof Arlington aus auf Washington (D.C.) beeinträchtigen, und ließ einen anderen Bauplatz suchen. Eine weitere Bedingung von Roosevelt war, für den Bau kein Material aus kriegführenden Staaten zu verwenden. Damit war vor allem Marmor (aus Italien) gemeint. So musste das Pentagon aus Beton gebaut werden.
Den endgültigen Standort fand man 1,2 Kilometer flussabwärts am Potomac River. Hier befanden sich zuvor der alte Hoover-Airport, eine ehemalige Ziegelei, ein Rennplatz sowie eine ärmlichere Siedlung, genannt Hell's Bottom.
An der fünfseitigen Form hielt man fest und entwarf die endgültige Version mit freiem Innenhof. Jede Seite des Fünfecks besteht ihrerseits aus fünf parallelen Gebäudereihen (den sogenannten „Ringen“), sodass nur die Mitarbeiter ganz außen im Ring 1 oder innen im Ring 5 die Chance auf einen „Gartenblick“ haben. Außerdem hat jeder Ring fünf Stockwerke. Ein Vorteil der fünfeckigen Bauart ist, dass man in ca. sieben Minuten jeden Ort in diesem riesigen Gebäude erreichen kann.
Unter der Leitung von Colonel Leslie Groves, der durch die militärische Leitung des Manhattan-Projekts endgültig berühmt wurde, arbeiteten 14.000 Arbeiter und 1.000 Planer nun in drei Schichten rund um die Uhr. Am 11. September 1941 begonnen und nach 16 Monaten am 15. Januar 1943 fertiggestellt, kostete der Bau 83 Mio. US-Dollar.
Beschädigung am 11. September 2001
Einer der Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA galt dem Pentagon, das an seinem 60. Geburtstag punktuell beschädigt wurde. Dabei kamen 125 Menschen ums Leben. Dank der befestigten Bauweise von 1941, die ursprünglich für die Lasten der Akten verstärkt ausgeführt wurde, sind nicht mehr Menschen ums Leben gekommen. Auch die Sicherheitsfenster und die 2001 kurz vor den Anschlägen neu eingebaute bzw. überholte Sprinkleranlage haben vielen Menschen im 1. Stock und in den angrenzenden Blöcken das Leben gerettet. Erst 19 Minuten nach dem Einschlag der Boeing 757 und dem ausbrechenden Feuer brach der 1. Stock in sich zusammen.
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Das US-Verteidigungsministerium - Pentagon - nach dem Terrorangriff
am 11. September 2001


