Die größten Touristenattraktionen sind Sydney, das Great Barrier Reef, die Gold Coast von Queensland und Ayers Rock im Northern Territory, mitten im einsamen Hinterland, dem Outback. Wildblumen in Western Australia, die malerischen Weinhänge im Barossa Valley, Geisterstädte in Western Australia und die erstaunliche Tier- und Pflanzenwelt Tasmanias ziehen ebenfalls zahlreiche Besucher an. Auf den Inseln Melville und Bathurst leben die Aborigines, die australischen Ureinwohner, verhältnismäßig ungestört. Ein Besuch ihrer Siedlungen ca. 80 km nördlich von Darwin ermöglicht Einblicke in ihre uralten Traditionen. Die Küste besteht aus kilometerlangen, herrlichen Stränden. Ausführliches über Urlaubsorte, Ausflüge und Sehenswürdigkeiten in den Rubriken zu den einzelnen Bundesstaaten.
Australian Capital Territory
Canberra
Canberra ist eine Stadt mit breiten Straßen, Gärten und reizvollen Parkanlagen. Der Botanische Garten führt Besucher auf markierten Wegen durch die australische Fauna. Das alte Parliament House ist eindrucksvoll, wird jedoch heute von dem modernen Parlamentsgebäude in den Schatten gestellt. Das imposante War Memorial im neobyzantinischen Stil ist einer der Hauptanziehungspunkte der Stadt. Der riesige künstliche Burley-Griffin-See, auf dem Bootsfahrten angeboten werden, wurde nach Canberras berühmtem Architekten benannt. Blundell’s Cottage erinnert an die Zeit, in der das Land noch vorwiegend landwirtschaftlich genutzt wurde. Die Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Kirche St. John the Baptist ist älter als die Stadt selbst. Die Buntglasfenster zeigen Motive aus der Pionierzeit. Etwa 70 km südlich der Stadt liegt das Weltraumzentrum Tidbinbilla Deep Space Tracking Station, auch Canberra Space Centre genannt. Neben Modellen von Raumschiffen gibt es hier auch ein Informationszentrum über Raumfahrt. Im nahe gelegenen Naturschutzgebiet Tidbinbilla Nature Reserve fressen Känguruhs Besuchern aus der Hand. Nördlich des Sees befindet sich das Australien-Museum, die Nationalgalerie (ausgezeichnete Sammlung australischer Kunst), eine prächtige Staatsbibliothek und ein Zentrum für Wissenschaft und Technik.
Ausflüge:
Die nähere Umgebung von Canberra ist recht gebirgig; auf dem 825 m hohen Black Mountain steht der einst umstrittene Telecom-Fernmeldeturm (195 m). Die Aussicht vom Drehrestaurant im Turm ist ausgezeichnet. Vom Hubschrauber oder Heißluftballon aus kann man ebenfalls eine schöne Aussicht genießen.
Die Snowy Mountains liegen südlich von Canberra in New South Wales und bieten im Winter herrliche Pisten zum Skilaufen. Im Sommer sind Buschwanderungen, Reitausflüge und Wassersport zu empfehlen. Verschiedene Touren ins Umland werden angeboten.Nationalparks und Naturreservate
Ungefähr die Hälfte des Landes besteht aus Naturschutzgebieten und Nationalparks. 40 km südwestlich der Hauptstadt liegt das Tidbinbilla Naturreservat bei Tharwa, das einen großen Reichtum an Australiens Fauna und Flora bietet. Der Park ist täglich von 09.00-18.00 Uhr geöffnet (in der Hauptsaison länger). Eine Anzahl von Buschpfaden stehen zur Verfügung, auf denen die Besucher Känguruhs, Wallabys, Koalas und Vögel in der natürlichen Umgebung beobachten können. Weiter südlich befindet sich der Namadji Nationalpark mit einer großen Anzahl an prähistorischen Stätten und Felszeichnungen der Ureinwohner. Die Jerrabomberra Wetlands sind während der Trockenzeit ein Zufluchtsort für die Mehrzahl der Wasservögel aus den umliegenden Gebieten. Für weitere Informationen steht die Informationszentrale der ACT zur Verfügung. Telefon: (2) 6207 9777. Internet: www.act.gov.au/environ.
New South Wales
Sydney
Sydney Harbour Bridge und das Opernhaus von Mrs Macquaries Point von den botanischen Gärten aus gesehen.
Rechts davon Kirribilli. Links der botanische Garten mit der Skyline des Central Business District im Hintergrund.
Panorama aus 7 Einzelbildern zusammengesetzt.
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version
Das bekannteste Gebäude von Sydney (Internet: www.seesydney.com/) ist das Opera House (Internet: http://www.sydneyoperahouse.com/). Seit 2007 gehört es zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die unverwechselbare Form ähnelt den Segelbooten im ebenso berühmten Hafen. Das Opernhaus kann täglich, außer am Karfreitag und dem 1. Weihnachtsfeiertag, zwischen 09.00 und 17.00 Uhr besichtigt werden.
Die Innenstadt erinnert an die Skyline von Manhattan, der blaue Himmel von Sydney ist jedoch einzigartig. Eine wunderschöne Aussicht hat man vom 305 m hohen Sydney Tower außerhalb des Centre-Point-Einkaufszentrums (Öffnungszeiten:So- Fr 09.00-22.30 Uhr, Sa 09.00-23.30 Uhr).
Unter den vielen weiteren Sehenswürdigkeiten sind der Taronga Zoo, die Hafenbrücke, die Kunstgalerie von New South Wales und das Australien-Museum besonders hervorzuheben.
Das Rocks-Viertel (der »Geburtsort« Australiens) ist restauriert worden. Straßen mit Kopfsteinpflaster, Kunstgewerbeläden und kleine Restaurants erinnern an die Gründungszeit. Hier befindet sich eines der ältesten Gebäude Sydneys, Cadman’s Cottage (1816) und die beiden ältesten Pubs der Stadt, der Lord Nelson und der Hero of Waterloo.
Bei einer Besichtigung des Olympic Park – hier fanden die Sommerspiele 2000 statt – kann man auch das Olympic Village besuchen.
Die Stadtteile Chinatown, Paddington und Kings Cross sind Tag und Nacht voller Leben.
Am Darling Harbour gibt es zahlreiche Attraktionen, darunter das Harbourside Shopping Centre, das Gavala Aboriginal and Cultural Education Centre, das Panasonic IMAX Theatre, den Chinese Garden, das Powerhouse Museum, das National Maritime Museum, Cockle Bay Wharf und das Sydney Aquarium. Im Sydney Wildlife World im Darling Harbour direkt neben dem Aquarium können Besucher über 6000 Tiere in ihrer natürlichen Umwelt erleben (täglich von 09.00-22.00 Uhr geöffnet).
Am Circular Quay werden Hafenrundfahrten angeboten. Zu Stadtrundfahrten lädt der feuerrote Sydney Explorer Bus ein. Auf einer Strecke von 36 km hält der Bus an 26 verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Die Einschienenbahn bietet eine weitere Möglichkeit, die Stadt zu besichtigen.
Es gibt zahlreiche erholsame Grünflächen in Sydney, darunter der Hyde Park, The Domain und der Centennial Park sowie die eindrucksvollen Botanic Gardens mit Blick auf die Brücke, die Oper und den Hafen.
Sydney ist außerdem für seine ausgezeichneten Strände bekannt. Manly im Norden ist in 15 Min. mit dem Tragflächenboot zu erreichen. Bondi Beach, Watson’s Bay, Bronte, Clovelly und Coogee liegen im Süden. Fast alle Strände können mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Aus Sicherheitsgründen sollte man nur dort schwimmen, wo Flaggen ungefährliche Badestellen markieren.
In den Mangrovensümpfen der Botany Bay findet man noch heute eine interessante und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.Außerhalb Sydneys
New South Wales (Internet: www.visitnsw.com.au) hat zu jeder Jahreszeit und für alle Arten von Urlaub etwas zu bieten. Besonders beliebt sind Besuche der Weinanbaugebiete im Hunter Valley und die westlich von Sydney gelegenen Blue Mountains. Das Hunter Valley, wo berühmte Hersteller wie Wyndham Estate, Rosemount und McGuigans ihre Anwesen haben, bietet über 80 Weinkellereien und zahlreiche Restaurants. Ganz in der Nähe liegt Port Stephens, wo man Wassersport betreiben und Delfine und Wale beobachten kann. Aus dem nordwestlich der Stadt gelegenen Lightning Ridge kommen die einzigen schwarzen Opale der Welt. Auf dem Mount Kosciuszko, mit 2218 m Australiens höchster Gipfel, und in den Snowy Mountains kann man im Winter (Juni bis Oktober) Ski fahren, Buschwanderungen sind im Sommer sehr beliebt. Die größten Urlaubsorte in den Snowy Mountains sind Thredbo und Perisher Blue, im Letzteren befinden sich auch Guthega, Perisher Valley, Blue Cow und Smiggins. Das vom Tourismus noch relativ unberührte Broken Hill und die umliegenden Nationalparks des Outbacks zeigen die wahre australische Wildnis, die durch uralte Landschaften, Aborigine-Kultur und bizarre Flora und Fauna geprägt ist. 113 km außerhalb Sydneys liegen die Menindee Lakes, die achtmal so groß sind wie der Hafen von Sydney und vor allem für Liebhaber von Motor- oder Segelbooten ideale Freizeitmöglichkeiten bieten.
Welterbe
Diese Gebiete sind von der UNESCO als Orte von hohem kulturellen und/oder natürlichen Wert anerkannt, dass man sie als Erbe für die Menschheit erhalten möchte. Oft stellen sie eine wichtige Epoche in der Evolutionsgeschichte der Welt dar. Weitere Informationen gibt es bei der Australian Heritage Commission, GPO Box 787, Canberra, ACT 2601 (Tel: (02) 62 74 11 11; Fax: (02) 62 74 16 66. Internet: www.deh.gov.au). New South Wales besitzt drei berühmte, als Weltnaturerbe klassifizierte Regionen (s.u.).
Lord Howe Inselgruppe (Internet: www.lordhoweisland.info): Diese Inselgruppe befindet sich 700 km nordöstlich von Sydney, bedeckt eine Fläche von 146.300 ha und umfasst Lord Howe Island, die Admiralty Islands, die Mutton Bird Islands und Ball's Pyramid. Die Landschaft besteht aus fruchtbaren Ebenen, üppig bewachsenen Bergen und weißen Sandstränden. Mount Gower und Mount Lidgbird (875 m bzw. 777 m hoch) sind vulkanischen Ursprungs und bieten einen krassen Gegensatz zu den flachen Gebieten an der Küste. Das südlichste Korallenriff der Welt umgibt die Insel, die einigen der seltensten Pflanzen, Vögel und Meerestieren der Welt einen Lebensraum bietet. Aufgrund der strengen Naturschutzregelungen gibt es nur 400 Betten für Touristen und auch die Anzahl der Autos ist begrenzt. Hauptfortbewegungsmittel ist das Fahrrad.
Willandra Seen: Dieses Gebiet umfasst 370.000 ha halbtrockene Landschaft im Südwesten von New South Wales und ist als eine der ersten Feuerbestattungsplätze der Welt bekannt. Archäologische Funde von Skelettüberresten und Steinwerkzeugen deuten darauf hin, dass der homo sapiens diese Region bereits vor 40.000 Jahren bewohnte. Außerdem befindet sich hier ein System an Seen aus dem Pleistozän, die während der letzten 2 Millionen Jahre entstanden sind. Die meisten dieser Seen weisen am Ostufer Sanddünen auf. Der Mungo National Park ist täglich für Besucher geöffnet und bietet Wanderungen entlang der berühmten 'Mauern von China', orange-weißen Dünen.
Ein weiteres von der UNESCO als Welterbe ernanntes Gebiet sind die Blue Mountains. Sie sind unter Nationalparks aufgeführt.Nationalparks
Weitere Informationen zu Parks und Naturreservaten in New South Wales erhält man bei NSW National Parks & Wildlife Service, 43 Bridge Street, Hurstville NSW 2220 (Tel: (02) 95 85 64 44; Fax: (02) 95 85 65 55; E-Mail: info@environment.nsw.gov.au; Internet: www.nationaparks.nsw.gov.au).
Unmittelbare Umgebung Sydneys: Der Sydney Harbour National Park bietet Festungen, abgeschiedene Strände und atemberaubende Ausblicke. Besichtigungstouren der historischen Gebäude sind möglich. Die beliebtesten Wanderwege sind der 'Bluff' Weg zur Watson's Bay, der 'Hermitage Foreshore' Weg nach Vaucluse und der zauberhaft schöne 'Manly' Wanderweg. Der 'Fairfax' Weg am North Head ist auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Der Royal National Park ist der älteste Nationalpark Australiens und der zweitälteste auf der ganzen Welt. Wattamolla und Garie eignen sich sehr gut zum Schwimmen und Garie, Era and Burning Palms sind bei Surfern sehr beliebt. Der Park bietet eine Vielzahl von Wanderwegen entlang seiner über 30 km verlaufenden Landzungen, Klippen, Wälder und Strände. Zelten kann man in Bonnie Vale; für Zelten im Busch benötigt man eine Genehmigung. Der Ku-ring-gai Chase National Park ist besonders für seine Aborigine-Felsmalereien bekannt, die man am besten auf dem 'Aboriginal Heritage Walk' bewundern kann. Außerdem gibt es zahlreiche Wanderwege, von denen der 'Discovery' Weg für Rollstuhlfahrer zugänglich ist. Eine herrliche Sicht auf das Meer sowie hervorragende Segelmöglichkeiten gibt es am West Head. Im ganzen Park befinden sich Picknickanlagen, außerdem gibt es ein Koalagehege. Der als Weltnaturerbe klassifizierte Blue Mountains National Park ist 90 Minuten von Sydney entfernt. Hier findet man Eukalyptuswälder so weit da Auge reicht und beeindruckende Panoramablicke - zum Beispiel vom Eco Point aus auf die berühmten 'Three Sisters'. Außerdem kann man Wanderungen durch Regenwälder und Obstplantagen, entlang kristallklarer Flüsse unternehmen oder von der Gondel aus die Landschaft erkunden. Der rollstuhlfreundliche 'Fairfax Heritage Walk' bei Blackheath führt zum Govetts Leap Aussichtspunkt.
Nordosten: Der Myall Lakes National Park in der Nähe von Port Stephens ist das größte Seengebiet des Staates und Lebensraum für zahlreiche Arten von Wasservögeln. Es gibt zahlreiche Aktivitäten, darunter eine Regenwaldwanderung bei Mungo Brush, Zeltplätze am Seeufer sowie Unterkunft im Hausboot. Der gebirgige Barrington Tops National Park im Hunter Valley wird von sechs Flüssen durchquert und ist für seine krassen Höhenunterschiede bekannt: Besucher können an ein und demselben Tag schneebedeckte Gipfel und subtropischen Regenwald erkunden. Die besten Ausblicke und Wanderwege gibt es bei Gloucester Tops, Carey's Peak und Williams River. Der 'Riverside' Wanderweg ist auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Der 12 km von Murwillumbah entfernte Mount Warning National Park bietet eine herrliche Wanderung durch Dörfer im Regenwald und eine anspruchsvolle Klettertour auf den 1100 m hohen alten Vulkan. Vom Gipfel blickt man auf das schüsselförmige Tweed Valley, den Dorrigo National Park und den Border Ranges National Park, die sich beide im tropischen Teil von New South Wales befinden. Bei Border Ranges wächst der Regenwald am Rand eines erloschenen Vulkans.
Zentrum: Felsklettern und Bergwanderungen sind besonders im Warrumbungle National Park in der Nähe von Coonabarabram beliebt. Der 'Grand High Tops' Wanderweg durch die Überreste alter Vulkane ist einer der spektakulärsten in ganz Australien. Der Park ist besonders für seine bizarren Felsformationen bekannt.
Outback: Der 130 km nordöstlich der Goldgräberstadt Broken Hill gelegene Motwingee National Park ist eine klassische Outback-Erfahrung. Homestead Creek ist der Hauptzeltplatz (Vorausbuchung erforderlich) in diesem Park auf dem Rücken einer uralten Bergkette. Bei einem Ausflug zur Mootwingee Historic Site kann man eine bedeutende Sammlung von in die Felsen eingeritzten Aborigine-Zeichen bewundern, ebenso im nahe gelegenen Kinchega National Park. Zelten und Unterbringung in ehemaligen Schafschererquartieren ist möglich (Vorausbuchung erforderlich).
Südosten: 450 km südlich von Sydney liegen der Kosciuszko National Park und der Snowy Mountains National Park. Hier befindet sich Australiens höchster Berg, der Mount Kosciuszko sowie die Flüsse Snowy, Murray und Murrumbidgee. Wintersport kann man von Juni bis September betreiben, im Sommer sind Wanderungen durch die alpine Landschaft beliebt. Die Hauptanziehungspunkte des Morton National Park sind seine Wasserfälle Fitzroy und Belmore Falls. Zelten ist möglich (Vorausbuchung erforderlich).
Northern Territory
Das Northern Territory ist ein riesiges Gebiet mit vielen Gesichtern und einzigartigen Naturwundern. Im Norden, dem Top End (Nordzipfel) Australiens, ist das Klima tropisch; in der Regenzeit kann es vor allem in Küstenregionen zu monsunartigen Regenfällen kommen, die unbefestigte Straßen unpassierbar machen. Der Süden des Northern Territory, das Red Centre, besteht aus trockener, roter Wüste.
Landgebiete und Kultstätten der australischen Ureinwohner:
Es gibt mehrere gesetzlich geschützte Stätten, die für die Aborigines von besonderer Bedeutung sind. Unerlaubtes Betreten und Beschädigung der Heiligtümer werden mit hohen Geldstrafen belegt. Eine schriftliche Erlaubnis ist für das Betreten bestimmter Landgebiete der Aborigines notwendig. Diese wird nicht leichtfertig ausgestellt und ist nicht für Touristen gedacht. Einige Stätten, die für die Aborigines von historischer Bedeutung sind, sind der Öffentlichkeit zugänglich – wie Ayers Rock und Corroboree Rock in der Nähe von Alice Springs sowie Ubirr (Obiri) Rock im Kakadu-Nationalpark (s. u.). Es werden auch von Aborigines geführte Touren angeboten. Nähere Informationen sowie Landkarten und Antragsformulare für Berechtigungsscheine vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Das Top End
Darwin ist eine moderne Provinzhauptstadt. In Darwin und dem gesamten Nordzipfel des Landes gibt es zwei sehr unterschiedliche Jahreszeiten. In der Regenzeit im Sommer herrscht Monsunklima mit Gewitterstürmen am Nachmittag, hoher Luftfeuchtigkeit und starken Wolkenbrüchen, die die Wasserfälle oft gewaltig anschwellen lassen. Die Schauer halten jedoch meist nur eine Stunde an. Die Trockenzeit dauert von Mai bis Oktober und bringt endlosen Sonnenschein und milde Abende, Feuchtgebiete trocknen aus, Vögel und Wildtiere werden in immer kleiner werdende Oasen zurückgedrängt.
Im Top End gibt es herrliche tropische Pflanzen zu bewundern, z. B. im Botanischen Garten in Darwin und in zahlreichen Nationalparks. Südlich von Darwin liegen die Naturparks Howard Springs und Berry Springs sowie das Fogg-Dam-Vogelschutzgebiet. Mindil Beach, Mandorah Beach und Fannie Bay in der Nähe der Stadt laden zum Baden ein.
Kakadu-Nationalpark Dieser Nationalpark, der auf der World-Heritage-Liste der UNESCO aufgeführt ist, liegt östlich von Darwin und kann auf dem Arnhem Highway in 3 Std. erreicht werden. Zum Park gehören auch die Überschwemmungsgebiete zwischen dem Wildman- und dem Alligator-Fluss, die zum Van-Diemen-Golf im Norden fließen. Am Steilhang im Arnhem Land am Rand des Parkes kann man die prächtigen Jim-Jim- und Twin-Wasserfälle bewundern, die über steile Felswände in kristallklare Felsenteiche hinabrauschen. In den Felsengebieten Ubirr (Obiri Rock) und Nourlangie Rock sind über 20.000 Jahre alte Felsmalereien der Aborigines zu sehen.
Im Parkgelände gibt es drei Hotels und einige Campingplätze, die als Ausgangspunkte für Ausflüge in diese einmalige Umgebung dienen. In zahllosen Flüssen und Billabongs (»Wasserlöcher«) kann man ausgezeichnet angeln, hierfür ist jedoch eine Genehmigung erforderlich. Der Barramundi ist eine ganz besondere Delikatesse. Im Schwemmland leben 260 verschiedene Vogelarten. Tausende von Vögeln und Wildtieren sind das ganze Jahr über zu sehen. Täglich werden Flüge über dieses Gebiet sowie Angeltrips angeboten. Beliebt sind Bootsfahrten auf dem South-Alligator-Fluss und den malerischen Yellow Waters, einer Inlandlagune. Der Kakadu-Nationalpark bietet allen Tierarten des nördlichen Australiens eine Heimat und Besuchern des Top End ein aufregendes Ausflugsziel. Touren und Safaris zwischen 1 und 30 Tagen mit dem Flugzeug, Reisebus oder Geländewagen werden in Darwin angeboten.Katherine Gorge/Nitmiluk National Park
Die Ortschaft Katherine, ca. 310 km südöstlich von Darwin, liegt im so genannten »Niemandsland«, dem Never Never Land. Dieses Pioniergebiet wurde durch das Buch We of the Never Never der Schriftstellerin Aeneas Gunn bekannt. Hier liegt das Zentrum der Rinderzucht des Landes. Die Herrenhäuser Old Elsey und Springvale erinnern an die ersten Siedler und Gründer der Stadt. Katherine Gorge, 30 km nordöstlich, ist eines der größten Naturwunder Australiens. Eine atemberaubende Bootsfahrt führt durch die bis zu 100 m tiefen Schluchten. Jede der 13 Schluchten hat faszinierende Felsformationen und steile Felswände über kühlem blauen Wasser. Markierte Wanderwege führen durch die interessantesten Teile des Parks. Schwimmen, Kanufahrten, Bootsfahrten und Hubschrauberflüge sind möglich. Unterkunftsmöglichkeiten aller Art, auch Campingplätze, stehen in der Ortschaft und im Nationalpark zur Verfügung.
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz: This image is copyrighted. The copyright holder allows anyone to use it for any purpose, provided that Tourism NT is always credited as the image provider even when passing it to third parties and where possible a link is provided to the website http://www.travelnt.comDas Red Centre
Alice Springs liegt im geographischen Mittelpunkt Australiens. Die Stadt, umgeben von roter Wüste, ist ein beliebter Urlaubsort und Ausgangspunkt für Exkursionen ins Outback. Sportarten wie Golf, Tennis, Ballonfahren und Fallschirmspringen zu zweit werden angeboten.
Das Hauptquartier der Royal Flying Doctors (fliegender Ärztedienst) kann, außer an Sonntagen und öffentlichen Feiertagen, täglich besichtigt werden. Die Funkschule (School of the Air), deren Schüler zu Hause über ein Funkgerät am Unterricht teilnehmen, kann während der Schulzeit Mo-Fr 08.00-12.00 Uhr besucht werden. Museen und unter Denkmalschutz stehende Gebäude geben einen Einblick in die Geschichte dieser abgelegenen Stadt. Interessant sind auch die Dreamtime Gallery und das Zentrum für Künstler und Kunsthandwerker der Aborigines. Die alte Telegrafenstation, 3 km nördlich der Stadt, steht unter Denkmalschutz. Originalgebäude, restaurierte Gerätschaften und eine Ausstellung alter Fotografien, Zeitungen und Dokumente geben Einblick in die Pionierzeit.
In den Bergketten der MacDonnell Ranges, in der Umgebung westlich und östlich von Alice Springs, findet man bunte Felswände, eindrucksvolle Schluchten und kühle Teiche in den Tälern: Die Schlucht Standley Chasm liegt 57 km westlich von Alice Springs, Glen Helen Gorge 140 km westlich, Ormiston Gorge 130 km westlich und N'Dhala Gorge (mit uralten Felszeichnungen) 96 km östlich der Stadt. Ca. 400 km nördlich von Alice Springs liegen die Devil's Marbles, zu runden Blöcken erodierte Granitfelsen. Die Aborigines halten diese für die Eier einer legendären Regenbogenschlange. Palm Valley liegt anderthalb Autostunden entfernt im Südwesten von Alice Springs und das Rainbow-Valley im Südosten an den Ausläufern der Simpson-Wüste. Anzac Hill, etwas außerhalb von Alice Springs, bietet eine gute Aussicht auf Stadt und Umgebung. Die neue Straßenverbindung Mereenie Loop Road führt von Glen Helen nach Kings Canyon. Ein Fahrzeug mit Allradantrieb ist hierfür ein Muss. Für die Benutzung der Loop Road muss eine Genehmigung eingeholt werden. Diese ist in Alice Springs vom Central Australian Visitor Centre (Ecke Hartley Street und Gregory Terrace) erhältlich. Kings Canyon, die größte Schlucht Australiens, ist in knapp 3 Autostunden von Alice Springs zu erreichen. Drei Wege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade führen hinauf. Château Hornsby, das einzige Weinanbaugebiet des Bundesstaates, liegt etwa 15 km vom Stadtzentrum entfernt. Im Umkreis von Alice Springs werden mit Vorliebe Grillabende veranstaltet, die auch »Outback-Abende« genannt werden. Mit ein wenig Glück kann man bei den Corroborees der Aborigines zusehen. Kamelritte in die Umgebung sind möglich.Ayers Rock (Uluru)
Panorama of Uluru at sunset
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz: GNU Free Documentation license, Version 1.2 or any later versionVon Alice Springs gelangt man auch zum Ayers Rock (450 km oder 5 Autostunden entfernt), dem größten Monolithen der Welt, welcher eine bedeutende Rolle in der Mythologie der Aborigines spielt. Ayers Rock ist in der Landessprache der Aborigines als »Uluru« bekannt und soll von ihren Vorfahren errichtet worden sein. Besucher dürfen den riesigen Felsen besteigen und die Höhlen am Fuß erforschen. Sonnenauf- und -untergänge am Ayers Rock sind einmalig. Die Sonnenstrahlen verändern die Farbe des Felsens von orangefarben über tiefrot bis zu dunkelstem Violett.
Ayers Rock Resort liegt 22 km von Ayers Rock entfernt und wurde gebaut, um die stetig ansteigende Besucherzahl aufzunehmen. Hotels, Restaurants, zwei Lodges, Ferienwohnungen, Geschäfte, eine Bank, ein Postamt und Campingplätze stehen zur Verfügung. Tägliche Touren zum Ayers Rock, zu den nahe gelegenen Olga-Felsen (die Aborigines nennen sie Kata Tjuta, was soviel wie »vielköpfig« bedeutet) und zu anderen Sehenswürdigkeiten werden angeboten.
Ayers Rock hat einen eigenen Flughafen. Fünf tägliche Flüge nach Alice Springs ermöglichen Weiterflüge nach Sydney und zu anderen Städten. Fahrzeuge können gemietet werden. Alle großen Reisebusunternehmen fahren täglich zum Ayers Rock.
Weitere Sehenswürdigkeiten im Red Centre sind die Siedlungen der Aborigines in Pitjantjatjara. Auf der alten Farm Ross River Homestead vermitteln Pferde und Blockhütten die Atmosphäre des Outbacks.
Queensland
Brisbane
In Brisbane, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum und Hauptstadt des Bundesstaates, herrscht ganzjährig angenehmes Klima. Brisbane ist nicht nur das »Tor zur Sonne«, sondern bietet auch zahlreiche Attraktionen. Am bekanntesten ist das Lone-Pine-Koala-Sanctuary an den Ufern des Brisbane-River. Der Botanische Garten, und die neu angelegten South Bank Parklands beheimaten zahlreiche Wildtiere, die Parklands sind gesäumt von vielen Restaurants und Cafés. Im Queensland-Museum in der Grey Road können sich Besucher über die Geschichte des Bundesstaates informieren. Die Queenland Art Gallery zeigt Werke von europäischen und australischen Künstlern sowie Kunstwerke der Ureinwohner. In Brisbane gibt es oft Open-air-Veranstaltungen, u. a. die Ekka (königlich-nationale Landwirtschaftsausstellung), das Brisbane Festival of Music und das Brisbane International Film Festival, beide im Juli. Gute Einkaufsmöglichkeiten gibt es in der Queen Street Mall und dem Myer Centre.
Im Bunya Mountains National Park nordwestlich von Brisbane sieht man eine interessante Tier- und Pflanzenwelt u.a. die schönen Bunya-Kiefern.Gold Coast
Die Gold Coast (Internet: www.goldcoasttourism.com.au), das populärste Strandgebiet des Landes, ist 35 km lang. Freizeitparks (Sea World, Dream World und Movie World), ein Kasino, Hotels, Restaurants und Nachtklubs sind hier zu finden. Sonnenschein, weiße Strände, beste Brandung zum Surfen und ein großes Freizeitangebot machen die »Goldküste« attraktiv. Im Landesinneren laden malerische Dörfer zu Spaziergängen und Wanderungen ein. Vor der Küste liegen die Naturparadiese Moreton Island, North und South Stradbroke Island mit den besten und ruhigsten Surfständen und Naturschauplätzen Australiens. Naturliebhaber werden Australiens größtes Naturschutzgebiet der Lamington National Park in der McPherson Range mit subtropischem Regenwald und das Currumbin Wildlife Sancuary 80 km südlich von Brisbane zu schätzen wissen.
Sunshine Coast
Die Sunshine Coast (Internet: http://www.tsc.com.au/), erstreckt sich zwischen Caloundra und Rainbow Beach, eine Autostunde nördlich von Brisbane, ist ruhiger als die Gold Coast. Der Besucher findet kilometerlange Strände, unberührte Wildnis, Seen und Berge. Ein Besuch auf Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt und ein wahres Naturparadies, ist lohnenswert. In Hervey Bay kann man von Juli bis September Wale beobachten.
Die Selbstfahrer-Route Great Sunshine Way führt von Brisbane aus nach Süden in Richtung Gold Coast und nach Norden Richtung Sunshine- und Fraser Coast. Zu den Höhepunkten der Strecke gehören Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt, sowie der Lamington Nationalpark und die Berglandschaft Glasshouse Mountains.Townsville und Charters Towers
Townsville (Internet: www.townsvilleonline.com.au) ist die größte Stadt im nördlichen Queensland. Größte Attraktion der Stadt ist das Reef HQ Aquarium mit Museum und Omnimax-Theater. Herrliche Strände, ein Koala-Schutzgebiet und Buschwanderungen locken auf der Resort-Insel Magnetic Island, die Townsville vorgelagert ist. Man erreicht sie nach 25-minütiger Fahrt mit der Fähre. Kreuzfahrten zu den nahe gelegenen Inseln und zum Great Barrier Reef (s. u.) ermöglichen Freizeitvergnügen wie Tauchsport, Wanderungen und Wildwasserfahrten.
In Charters Towers, 135 km westlich von Townsville, stehen restaurierte Gebäude aus der Goldgräberzeit.Cairns
Cairns ist das Tor zu einmaligen Stätten des Weltnaturerbes: das Great Barrier Reef, die Atherton Tablelands im Westen, und den Regenwaldgebieten Cape Tribulation mit dem Daintree National Park (ältester Regenwald der Welt) im Norden sowie dem Wooroonooran Nationalpark im Süden. Die Wet Tropics of Queensland sind eines der größten Regenwaldgebiete der Erde und gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Für Fahrten in den fast unberührten Regenwald der Cape-York-Halbinsel, dem nördlichsten Zipfel Queenslands, benötigt man einen Geländewagen, der für Flussdurchquerungen ausgerüstet ist. Wichtig sind auch eine Campingausrüstung sowie ausreichend Lebensmittel, Wasser und Benzin. Die Fahrt bis zum Kap dauert drei bis vier Tage. Südlich von Cairns liegt der 14 km lange Mission-Beach, dem Dunk Island vorgelagert ist. Auch ein Ausflug von Cairns in die Lavahöhlen von Undara lohnt sich.Great Barrier Reef
Teil des Great Barrier Reef nordöstlich von Australien. Norden ist auf dem Bild rechts.
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz: Public DomainDas Barrierriff (Internet: www.gbrmpa.gov.au) ist mit 1900 Einzelriffen eines der eindrucksvollsten Naturwunder der Welt. Es ist seit 1980 UNESCO-Weltnaturerbe und erstreckt sich über 2000 km Länge und 25-50 km Breite entlang der Küste von Queensland. Etwa 400 Korallen- und 1500 Fischarten leben in den warmen, klaren Gewässern, die Sichtweiten bis zu 60 m erlauben.
Zwischen dem Riff und dem Festland liegen 25 Ferieninseln, davon bieten Heron, Brampton und Lady Elliot in den Coral Cays die besten Tauchmöglichkeiten. Lizard, Bedarra und Orpheus sind ruhig und ideal für Erholung mit Komfort. Hayman Island ist mit 5-Sterne-Hotels eher exklusiv. Die Great Keppel Islands werden von jungen Leuten bevorzugt. Die Whitsunday-Inseln South Molle, Hamilton, Daydream, Long und Lindeman mit Mangroven , Riffen und Regenwald sowie Magnetic Island (in der Nähe von Townsville, s. o.) sind ganzjährige Ferienzentren, die vor allem auf Familien eingestellt sind, ebenso wie Quoin Island im Gladstone Harbour. Hamilton Island ist wegen seiner extensiven Entwicklung umstritten (die Insel hat u. a. einen auf größte Flugzeugtypen eingestellten Flughafen mitten im Meer). Die tropischen Inseln Dunk und Brampton sind bei Hochzeitsreisenden beliebt; Fitzroy, Newry und Hinchinbrook sind verhältnismäßig unberührt; auf Hook, Whitsunday, Wapparaburra Haven und Great Keppel kann man zelten.
South Australia
Adelaide
Adelaide ist die Hauptstadt und größte Stadt des Bundesstaates. Die beste Aussicht auf Adelaide und die Umgebung bietet der Mount Lofty im Osten. Straßencafés, Kunstgalerien und Antiquitätengeschäfte machen den Stadtbummel äußerst abwechslungsreich. Im Adelaide Festival Centre, der in einer schönen Parkanlage am Torrens-Fluss steht, ist ein ausgezeichnetes Ensemble zu Hause; außerdem gibt es hier eine Konzerthalle, zwei Theater, zahlreiche Restaurants und ein Openair-Amphitheater. Alle zwei Jahre im März findet ein internationales Musik- und Theaterfestival statt. Im South Australian Museum ist die größte Ausstellung von Kunstwerken und Kultgegenständen der Aborigines untergebracht, ferner können Ausstellungen melanesischer Kunstwerke und der Flora und Fauna von Neuguinea besichtigt werden. Adelaide ist eine großzügig angelegte Stadt mit Parkanlagen, Golfplätzen, einem botanischen Garten und dem Bicentannial Conservatory, dem größten Gewächshaus der Südhalbkugel, und einem Zoo. In den letzten Jahren hat sich die Stadt ein jugendlicheres Aussehen zugelegt und dadurch ihren alten Beinamen als »Stadt der Kirchen« verloren. Das Nachtleben ist breit gefächert; es gibt ein Kasino und zahlreiche Restaurants. Nachtschwärmer kommen in den vielen Nachtclubs und Diskotheken auf ihre Kosten. Gut einkaufen kann man in der Rundle Mall und am Central Market am Victoria Square.
Barossa Valley
80 km von Adelaide entfernt liegt Australiens bekanntestes Weinanbaugebiet Barossa Valley. Um 1830 siedelten sich hier deutsche Einwanderer an. Geschäfte, Restaurants und die Weingüter zeigen unverkennbar deutsche Einflüsse. Tanunda, Angaston und Nuriootpa sind die größten Städte im Tal, alle haben interessante evangelische Kirchen. Auf den Weingütern der Umgebung werden Besichtigungen und Weinproben angeboten. Das Barossa Classic Gourmet Weekend im August sowie das Barossa Vintage Festival im April sind ein Muss für Weinkenner. Weitere Weinanbaugebiete sind Mid North, Riverland, McLaren Vale und Coonawarra im Südosten.
Murray-Fluss
Eine Dampfer- oder Hausbootfahrt auf dem Murray-Fluss führt an üppigem Weideland, Kalksteinklippen und malerischen Weingütern vorbei. Die Läufe der Flüsse Murray, Darling und Murrumbidgee bilden insgesamt eines der längsten Flussnetze der Welt.
Kangaroo Island
Im Golf von St. Vincent, in der Nähe von Adelaide, liegt Kangaroo Island, die drittgrößte Insel Australiens, ein naturbelassenes Tierschutzgebiet mit schöner, zerklüfteter Küste. Von Cape Jervis geht eine Fähre nach Penneshaw oder man fliegt ab Adelaide nach Kingscote oder ab Melbourne. Auf Kangaroo Island (Internet: www.tourkangarooisland.com.au) kann man u.a. Kängurus, Wallabies, Schnabeltiere, Seelöwen (größte Kolonie der Welt), Zwergpinguine und viele Vogelarten beobachten.
Eyre (Peninsula)
Im Westen von South Australia liegt die Halbinsel Eyre (Peninsula), die zum größten Teil aus Naturschutzgebieten, Parks und unberührter Wildnis besteht. Am Head of Bright kann man Wale beobachten und hat einen atemberaubenden Blick auf die Nullabor Cliffs. In Baird Bay kann man mit Delfinen und Seelöwen schwimmen, der Cactus Beach ist ein bekanntes Surfrevier. Lake Gairdner ist ein Salzsee von 60 km Länge.
Flinders Ranges
Das schönste Gebiet des Hinterlandes von South Australia liegt in den Flinders Ranges (Internet: www.flindersoutback.com) nördlich von Adelaide, einer Region mit felsigen Bergen, atemberaubenden Schluchten, artenreicher Tierwelt und zahllosen Eukalyptusbäumen. Inmitten der Bergkette liegt Wilpena Pound, ein riesiges natürliches Amphitheater. Das Artenschutzgebiet Arkaroola besticht durch zerklüftete Berge, heiße Quellen, alte Bergbaustätten und seltene Tierarten.
Coober Pedy
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Coober_Pedy01.JPG
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In der Opalstadt Coober Pedy ist es so heiß, dass 45% der Bevölkerung unter der Erde leben. Selbst die Kirche ist unterirdisch. In diesem Gebiet werden 90% aller Opale der Welt gefunden. Mit einer Genehmigung kann man selbst nach den Halbedelsteinen suchen.
Andamooka
In Andamooka sind die Bedingungen für Noodlers (»Amateur-Edelsteinsucher«) besser. Es gibt jedoch nur begrenzte Unterkunftsmöglichkeiten in diesen Städten.
Birdsville Track
Der Birdsville Track zählt zu den bekanntesten Geländetouren im Outback.
Nationalparks
Der Naracoorte Cave Conservation Park im Südosten von South Australia mit seinen beeindruckenden Gesteinsformationen und Fossilien ist UNESCO-Welterbe. Im Coorong National Park mit mächtigen Sandünen und glasklaren Lagunen mit vielen Vögeln, leben auch Emus und Kängurus.
Tasmania
Hobart
Hobart, die Hauptstadt des Bundeslandes Tasmania, liegt an der Südseite der Insel und ist nach Sydney die zweitälteste Stadt Australiens. Hafenanlagen, Landungsbrücken und Lagerhäuser bezeugen die starke Verbundenheit der Stadt mit dem Meer. Die Geschichte Tasmanias wird im Van Diemen’s Land Memorial Folk Museum, im Schifffahrtsmuseum und in der Allport-Bibliothek im Museum der Schönen Künste anschaulich gemacht.
Ausflüge:
Westlich der Stadt liegt der 1270 m hohe Mount Wellington mit lauschigen Wanderwegen und Picknickstellen. Die Aussichtsplattform auf dem Gipfel (ca. 20 km mit dem Auto) bietet einen herrlichen Rundblick über Hobart, die Vororte, die Derwent-Mündung und Storm Bay.Launceston
Launceston, die zweitgrößte Stadt, hat die Nostalgie einer alten englischen Kolonialstadt.
Ausflüge:
Ausflüge in die Umgebung, z. B. zur Catarac Gorge und zum Launceston Wildlife Reserve, einem Wildschutzgebiet, bieten sich an. Ganz in der Nähe liegt die historische Stadt Evandale.Port Arthur
Port Arthur, 100 km von Hobart entfernt, war zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Strafkolonie. Führungen durch das alte Gefängnis werden angeboten. Im nahe gelegenen Eaglehawk Neck gibt es bizarre Felsformationen zu sehen.
Blick über die Great Oyster Bay auf die Freycinet-Halbinsel, Tasmanien, Australien
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz: Public DomainNationalparks
Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt Tasmaniens kann in 17 Nationalparks bewundert werden, darunter der letzte Regenwald der Welt in gemäßigtem Klima. Tasmanien ist auch die Heimat des berühmt-berüchtigten Tasmanischen Teufels. Zu den bekanntesten Nationalparks zählen Cradle Mountain/Lake St Clair, berühmt für den Overland Track Walk, Mole Creek Karst mit seinen bunten Felsformationen in der King Solomon's Cave, Freycinet an Tasmaniens Ostküste, die Aspestos Range im Norden, Franklin-Gordon Wild Rivers mit seinen Wanderwegen, Zeltplätzen und herrlichen Ausblicken, Ben Lomond, Tasmaniens Hauptskigebiet, Southwest und Walls of Jerusalem.
Victoria
Melbourne (Internet: http://www.melbourne.vic.gov.au/) ist eine Weltstadt mit über 3 Mio. Einwohnern und Stadtvierteln italienischer, griechischer und chinesischer Einwanderer. Die Architektur der Stadt ist faszinierend. In den Vororten findet man eine Mischung aus aufwendigem Stuckwerk und Gusseisen und im Stadtzentrum grazile Turmspitzen neben modernen Wolkenkratzern. Im Stadtzentrum steht das höchste Gebäude von Melbourne, der Eureka Tower, mit einer Höhe von 297 Metern und 95 Stockwerken. Das Victoria Arts Centre besteht aus der Nationalgalerie mit Australiens größter Kunstsammlung, einer prächtigen Konzerthalle und einem Theaterkomplex. Die vielen Parkanlagen der Stadt, das Parliament House, Captain Cook’s Cottage und weitere unter Denkmalschutz stehende Gebäude sind ebenfalls sehenswert. Sehr empfehlenswert sind ein Besuch der Pferderennbahn, eine Bootsfahrt auf dem Yarra-Fluss oder ein Ausflug zum Phillip-Island-Naturschutzgebiet. Auch die Royal Botanic Gardens sind einen Besuch wert. Der Melbourner Zoo im Royal Park ist einer der größten und schönsten der Welt. Im Stadtteil St. Kilda gibt es Zwergpinguine, zu denen Touren mit dem Urban Penguin Express angeboten werden.
Im alten Hafen, nur einen Kilometer vom Zentrum entfernt, wird zurzeit unter dem Namen Docklands ein völlig neuer Stadtteil erbaut, der das Gesicht der Stadt entscheidend verändern und zu einer neuen Touristenattraktion werden soll. Bis 2018 soll auf einer Fläche von 200 Hektar eine attraktive Hafenpromenade mit zahlreichen Restaurants, Bars, Sportstätten, Apartments, Geschäften und Hotels entstehen. Als erster Teil des Projekts ist der New Quay bereits fertig gestellt.
Western Australia
Perth
Bild der Skyline (aufgenommen vom Kings Park)
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz: Der Urheberrechtsinhaber dieser Datei hat ein unbeschränktes Nutzungsrecht ohne jegliche Bedingungen für jedermann eingeräumt.Perth (Internet: www.ptic.com.au) hat in den letzten Jahren einen großen Aufschwung erlebt. Moderne Wolkenkratzer überragen die alten Gebäude aus der Kolonialzeit, wie z. B. das Gerichtsgebäude, das Rathaus und die Alte Mühle. Der Swan-Fluss mit seinen zahlreichen eleganten Brücken schlängelt sich durch die Stadt. Eine Bootsfahrt flussaufwärts führt zu Weingütern. Kings Park, eine wunderschöne Parkanlage mitten in der Stadt, die West Australian Art Gallery und das riesige Entertainment Centre ziehen ebenfalls viele Besucher an.
An den Stränden der Westküste ist es fast immer heiß und sonnig. Die meisten Strände sind ohne Schwierigkeiten von Perth aus erreichbar.Rottnest Island
Vor dem Naturhafen von Fremantle liegt Rottnest Island, eine unter Naturschutz stehende Insel und die Heimat der Quokkas, kleinen, dem Wallaby ähnlichen Beuteltieren. 1696 fand der holländische Entdecker Van Vlaming als erster Europäer Quokkas auf dieser Insel.
Außerhalb von Perth
Die Bergkette der Darling Ranges mit ihren Nationalparks liegt in der Nähe von Perth und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Weiter östlich im Hinterland liegen die blühende Goldgräberstadt Kalgoorlie und Städte wie Coolgardie, die während des Goldrausches im 19. Jahrhundert aus dem Boden schossen. Die spektakuläre Felsenwelle (Wave Rock) in der Nähe von Hyden ist äußerst sehenswert. Etwas nördlich von Perth, im Nambung National Park, sind die berühmten Pinnacles zu bewundern. Weiter im Norden, in Monkey Mia, kann man in hautnahe Berührung mit Delfinen kommen. Die rostfarbene Landschaft wird im Norden von kilometerlangen unberührten Küstenstreifen gesäumt. Trotz der Trockenheit ist der Bundesstaat West Australia im September und Oktober mit wilden Blumen übersät. Die bis zu 200 Metern in die Tiefe fallenden Schluchten des Karijini-Nationalparks befinden sich auf halber Strecke zwischen Perth und Broome. In diese Gegend verirren sich nur ein paar abenteuerlustige Touristen, die mit einem Führer den unberührten Nationalpark zu Fuss durchqueren. Solche Touren werden hauptsächlich von März bis November angeboten. Die Bergkette der Kimberleys, eine wilde Landschaft voller Legenden der australischen Ureinwohner, liegt im Nordzipfel des Bundesstaates. Broome an der Nordküste ist die Perlenstadt der Welt. Bungle Bungle National Park mit seinen bizarren Felsformationen ist einen Ausflug wert. Der Park ist allerdings von Weihnachten bis Ostern wegen der Regenzeit geschlossen. Die ausgezeichneten Weingüter und traumhaften Strände im Südwesten des Bundesstaates sind weithin bekannt. An der Südspitze liegt Albany, die erste europäische Siedlung in Western Australia, in der viele der alten Gebäude vollständig restauriert worden sind.








