Aus der Amazon.de-Redaktion
Fast jeder hat eine alte Ausgabe in seinem
Regal stehen und findet darin Notizen oder
Strichmännchen von früher: Der
Diercke
Weltatlas war, ist und bleibt fester
Bestandteil des Schulunterrichts sowie der
Erinnerungen daran. Dabei hat der Diercke
von heute mit dem von damals nur noch auf
den ersten Blick viel gemein. Das Layout mit
seiner farbenfrohen Gestaltung -- sei es das
fette Grün der norddeutschen Tiefebene, das
kräftige Rot der Städte oder das tiefe Blau
niedriger Temperaturen -- prägt nach wie vor
das typische Erscheinungsbild des
Diercke
Weltatlas, von dem es im übrigen auch
die kompaktere
Ausgabe 2 für die Sekundarstufe I
gibt.
Die eingängigen und didaktisch
ausgeklügelten physischen und
humangeografischen Kartenwerke bergen ein
Höchstmaß an Informationen bei zugleich
guter Lesbarkeit. Und der ständig
überarbeiteten Auflagen wegen sind sie stets
von höchster Aktualität: Die statistischen
Daten sind meist gerade erst zwei Jahre alt,
was insbesondere bei den schnelllebigen
Entwicklungen etwa in der europäischen
Gemeinschaft, aber auch in der
globalisierten Neuordnung von Industrie und
Dienstleistungen unabdingbar ist.
Immer weiteren Raum nehmen auch die
Folgen der durch Menschenhand veränderten
Naturräume ein, die sich beispielsweise im
Ausmaß der Wüstenbildung widerspiegeln oder
in der Klimavariabilität seit dem
Mittelalter. Doch die vielleicht
eindrucksvollste Karte findet sich auf der
letzten Seite des Diercke: Die Prägung des
Weltbildes durch deutsche und amerikanische
Zeitschriften. Denn am Ende eines überaus
detaillierten Blicks auf die Erde zeigt sich
in ihr in eindrucksvoller Weise, wie
zentralistisch unser Weltbild in Wahrheit
ist. --J. Schüring